Ein Plädoyer für Zivilcourage, die Kraft der Familie und Freundschaft

Buch Cover Mark Long Jim Demonakos Nate Powell Das Schweigen unserer Freunde 2013 Egmont Graphic NovelMark Long und Jim Demonakos (Text)
Nate Powell (Zeichnungen)
Das Schweigen unserer Freunde

ISBN 978-3-7704-3729-0
Broschur, 208 Seiten, schwarzweiß, Euro 14,99 [D]
Erscheint am 17. Oktober 2013 bei Egmont Graphic Novel

Texas, Ende der 1960er-Jahre. Die US-Bürgerrechtsbewegung gipfelt zunehmend in Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Vor diesem Hintergrund entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Familien. Im Mittelpunkt steht Jack Long, der als Reporter über Rassenthemen berichtet. Als er einen aus den ärmlichen Wohnvierteln stammenden farbigen Bürgerrechtler kennen lernt, werden beide Familien mit ihren Vorurteilen konfrontiert. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als eine friedliche Zusammenkunft eskaliert und ein Polizist dabei stirbt.

Mark Long mischt in seiner semiautobiografischen Geschichte Fakten mit Erlebtem und beschreibt den Kampf der Bürgerrechtsbewegung um gesellschaftliche Gleichberechtigung.
Die deutsche Veröffentlichung dieser zeitgeschichtlichen Graphic Novel enthält neben einem ausführlichen Anhang ein exklusiv für die Ausgabe angefertigtes Cover.

Der Zeichner
Nate Powell wurde 1978 in Little Rock, Arkansas, geboren. Bereits mit vierzehn Jahren begann er Comics selbst zu verlegen. Im Jahr 2000 schloss er sein Studium an der School of Visual Arts in New York ab. Mit seiner Graphic Novel Swallow Me Whole gewann er 2008 den Ignatz Award und 2009 den Eisner Award zwei der wichtigsten Comic-Auszeichnungen in den USA. Seine unverwechselbaren und intelligenten Seitenarrangements und sein dynamischer Zeichenstil machen ihn zu einem der größten Talente der US-amerikanischen Comic-Szene werden lassen. Er lebt mit seiner Frau in Bloomington, Indiana.

Die Autoren
„Sich in Houston mit Menschen anderer Hautfarbe zu treffen, erforderte 1967 kein geringes Maß an Courage. Die Gefahr, Opfer einer Gewalttat zu werden, war durchaus gegeben, besonders in unserer Wohngegend Sharpstown – hier, wo die Eingangstüren der Häuser mit Flugblättern bestückt wurden, auf denen der Ku Klux Klan für seine Versammlungen warb. Als die Familie Thomas uns das erste Mal daheim besuchte,war es, als seien Außerirdische vor unserer Haustür gelandet. Der ganze Häuserblock stand auf der Straße und gaffte, und wir selbst waren auch nicht viel besser. Ich hatte noch nie einen schwarzen Menschen kennen gelernt. Und ich glaube auch nicht, dass sie schon einmal mit weißen Kindern gespielt hatten. Ich weiß noch, wie sehr uns allein die Beschaffenheit unserer Haare gegenseitig faszinierte. Aus dem Nachwort von Mark Long

Mark Long ist Videospieldesigner und produzent und lebt in Seattle. Das Buch beruht auf seinen Kindheitserinnerungen.
Jim Demonakus hat Seattles jährliches Comicfestival ins Leben gerufen. Darüber hinaus ist er als Autor und Redakteur tätig.