Neue Graphic Novel von Reinhard Kleist im Januar 2015

Reinhard Kleist zeichnet Graphic Novels – politische Graphic Novels. Dass er es versteht, selbst schwierige und vielschichtige Themen zeichnerisch umzusetzen, hat er zuletzt mit der Adaption der Biografie des jüdischen Boxers Hertzko Haft in „Der Boxer“ bewiesen.

Buch Cover Reinhard Kleist Der Traum Von OlympiaNun hat er sich mit „Der Traum von Olympia“ einem hochaktuellen Thema angenommen. Mit der unhaltbaren Situation von Flüchtlingen weltweit beschäftigte sich der Berliner Künstler in den vergangenen Jahren immer wieder. Er recherchierte im Herbst 2012 über afrikanische Bootsflüchtlinge auf Sizilien und reiste Ende 2013 mit einer Gruppe von Künstlern aus verschiedenen Medienbereichen in den Nordirak und gab dort in einem Flüchtlingscamp Kindern Malunterricht.
Das Zeichnen bietet Reinhard Kleist eine Form der Kommunikation über die Grenzen der Sprache hinaus. Es ist für ihn die Möglichkeit, zugänglich und komplex zugleich, anspruchsvolle Inhalte und Themen zu vermitteln. Älteren wie jüngeren Lesern. So wurde seine Graphic Novel „Der Boxer“ 2013 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie „Sachbuch“ ausgezeichnet. Mit „Der Traum von Olympia“ ergänzt und bereichert er sein Schaffenswerk um eine weitere Graphic Novel zu einem aktuellen und politischen Thema.

Mit „Der Traum von Olympia“ erzählt er die wahre und dramatische Geschichte der Leichtathletin Samia Yusuf Omar. Die Sprinterin vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Sie gelangte abgeschlagen ins Ziel und doch verfestigte sich bei ihr ein einziger Wunsch: bei den Olympischen Spielen 2012 in London erneut an den Start zu gehen. Ihre Armut, die repressive islamische Gesellschaft Somalias und nicht zuletzt auch die schlechten sportlichen Bedingungen im Land brachten sie zu dem Entschluss, Somalia zu verlassen und ihr Glück in Europa zu versuchen. Ihr monatelanger Weg führte sie über Äthiopien, in den Sudan und schließlich nach Libyen, wo sie ein Boot nach Italien bestieg. Doch Italien erreichte sie nicht – bei ihrer Überfahrt in einem Flüchtlingsboot kam sie ums Leben.

„Beinahe täglich stoßen wir beim Durchblättern der Zeitungen auf Notizen, meistens am Rand, dass im Mittelmeer Menschen ertrunken sind, die mit absurd winzigen Schlauchbooten oder völlig überladenen Seelenverkäufern versucht haben, von der afrikanischen Küste aus Europa zu erreichen. Meistens liest man sie nicht mal mehr, die Zahlen, ob es zehn, zwanzig oder gar hunderte Tote sind, nimmt man nicht mehr wahr. Warum bleibt die Geschichte von Samia Yusuf Omar in unseren Köpfen hängen und nicht die, der abertausend anderen, die so grausam starben?“ … „Ich hoffe, dass ich mit diesem Buch Samia Yusuf Omar gerecht werde und dass ihre Geschichte dazu beiträgt, unser Bewusstsein dafür wach zu halten, dass sich hinter den Randnotizen der Medien zur Flüchtlingspolitik Schicksale und hinter den abstrakten Zahlen Menschenleben verbergen.“ Reinhard Kleist, aus dem Vorwort zu „Der Traum von Olympia“

Reinhard Kleist hat anhand von Gesprächen mit Samias Schwester und anderen Flüchtlingen aus Somalia seine Geschichte der Samia Yusuf Omar in Bildern umgesetzt. Als Comicserie wurde diese bewegende Geschichte bereits in der FAZ vorveröffentlicht und ist für das Buch nun komplett überarbeitet und ergänzt worden. Das Nachwort hat Elias Bierdel geschrieben, Menschenrechtsaktivist und Mitbegründer von borderline europe.

„Ein Traum von Olympia“ erscheint Ende Januar 2015 im Carlsen Verlag.

In folgenden Städten sind Veranstaltungen mit Reinhard Kleist 2015 geplant:
Hamburg (Januar), Berlin (Februar), Leipziger Buchmesse (März), Göttingen und Köln (Juni) und Zürich (Oktober).
Zusätzlich wird es eine Ausstellung zum Comic Festival in München (ebenfalls Juni) geben.

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Die Lieblingsbücher von… Michael Krüger

In der Veranstaltungsreihe „Die Lieblingsbücher von…“ stellt der Schriftsteller, Verleger und Übersetzer Michael Krüger seine Favoriten vor.

Die Lieblings Buecher von Micheal KruegerInteressante Persönlichkeiten gewähren monatlich Einblick in ihre literarische Biographie, indem sie ihre Lieblingsbücher vorstellen, darüber sprechen, wie diese Bücher zu Lieblingsbüchern wurden, und eine Passage daraus lesen.

Im Februar mit Michael Krüger:

Datum: Donnerstag, den 19. Februar 2015
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Eintritt: 7 Euro (Wasser und Wein inklusive)
Ort: Buchhandlung Uslar & Rai
Schönhauser Allee 43
10435 Berlin

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Debütantenball bei Uslar und Rai

Erneut stellen fünf AutorInnen in der Buchhandlung „Uslar & Rai“ ihre Debütromane vor.

Debuetantenball Uslar Rai 2014 11 04Datum: 4. November 2014
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Eintritt: 7 Euro (Wasser und Wein inklusive)
Ort: Buchhandlung Uslar & Rai
Schönhauser Allee 43
10435 Berlin

1. Simone Lappert stellt ihren Roman „Wurfschatten“ (Metrolit Verlag) vor:
Simone Lappert, geboren 1985 in Aarau in der Schweiz, lebt und arbeitet in Basel. Sie studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2013 wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis für Lyrik ausgezeichnet, 2014 erhielt sie den österreichischen Wartholz-Preis als beste Newcomerin. Sie war Stipendiatin des 16. Klagenfurter Literaturkurses und des Literarischen Colloquiums Berlin.

2. Deniz Utlu stellt seinen Roman „Die Ungehaltenen“ (Ullstein Buchverlage) vor:
Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, lebt in Berlin. VWL-Studium in Berlin und Paris. Herausgeber des Kulturmagazins freitext; twittert dreisprachig (Englisch, Türkisch, Deutsch) zu tagesaktuellen politischen und kulturellen Themen. Utlu kuratiert eine erfolgreiche Lesereihe im Ballhaus in Kreuzberg, die er seit 2013 an der Studiobühne des Gorki-Theaters fortsetzt.

3. Christine Koschmieder stellt ihren Roman „Schweinesystem“ (Aufbau Verlag) vor:
Christine Koschmieder, geboren 1972, lebt und arbeitet in Leipzig. Betreibt seit 2003 die Literaturagentur Partner + Propaganda für zeitgenössische Literatur aus Deutschland, Post-Jugoslawien und dem US-amerikanischen Hinterland. Sie hat nie im Schlachtbetrieb, als Terroristin oder Mary-Kay-Beraterin gearbeitet, fährt aber immer wieder nach Iowa. 2013 war sie Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen.

4. Lisa Kreißler stellt ihren Roman „Blitzbirke“ (mairisch Verlag) vor:
Lisa Kreissler, geboren 1983, studierte Theater- und Medienwissenschaften, Psychologie und Nordische Philologie in Erlangen und Uppsala. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie in der Bibliothek des Goethe-Instituts Stockholm und als Journalistin in Berlin. Seit Oktober 2010 studiert sie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2011 war sie Finalistin des 19. open mike in Berlin.

5. Ron Segal stellt seinen Roman „Jeder Tag wie heute“ (Wallstein Verlag) vor:
Ron Segal, geboren 1980 in Israel, hat an der Sam Spiegel Film and Television School Jerusalem studiert. Sein Abschlussfilm wurde auf vielen internationalen Festivals gezeigt, das von ihm verfasste Drehbuch vom Goethe Institut ausgezeichnet. Seit 2009 lebt er mit Unterbrechungen in Berlin, derzeit als Stipendiat der Akademie der Künste zu Berlin, um einen Animationsfilm zu „Jeder Tag wie heute“ fertigzustellen.

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Das Überleben der Spezies

Eine kritische, aber nicht ganz hoffnungslose Betrachtung des Kapitalismus

Cover Das Ueberleben der Spezies Paul Jorion Gregory MaklesPaul Jorion & Grégory Maklès
Erscheint am 6. November 2014
In Zusammenarbeit mit ARTE
Egmont Graphic Novel
ISBN 978-3-7704-5509-6
Gebunden, 120 Seiten, zweifarbig, Euro 24,99 [D]

„Die Ökonomie ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um sie Ökonomen zu überlassen“, so Paul Jorion. Der Autor zahlreicher Wirtschaftsfachbücher liefert mit „Das Überleben der Spezies“ eine anschauliche Einführung in den Kapitalismus und dessen Abgründe. Arbeiter, Boss und Kapitalist – wer nimmt welche Rolle ein, damit das System reibungslos funktioniert? Mit bitterbösem Humor erklärt Jorion, weshalb diese Gesellschaftsform die Menschheit in den Abgrund führen und der Untergang der menschlichen Spezies sein wird. Und warum doch noch nicht alles verloren ist …

Der Autor
Paul Jorion wurde am 22. Juli 1946 in Ixelles in Belgien geboren. Er ist Sozialwissenschaftler an der Université libre de Bruxelles sowie Wirtschaftskolumnist für die französische Tageszeitung Le Monde und BFM Radio. Er wurde bekannt als einer der Ökonomen, die die amerikanische Subprime-Krise und eine darauf folgende, weltweite Rezession vorhergesagt haben. Auf seinem Blog äußert er sich zu tagespolitischen Themen mit besonderem Blick auf die globale Finanzwirtschaft.

„Irgendwann machten die Herrschenden eine überraschende Entdeckung: Sie brauchten Gewalt als Grundlage ihrer Herrschaft nicht mehr. Das Geld tut den gleichen Dienst. Mit ihm kann man andere dazu bringen, für einen zu arbeiten.“ Paul Jorion, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk

Der Zeichner
Grégory Maklès. Die Spieler von World of Warcraft kennen Grégory Maklès durch seine Comicserie Stevostin, in der er die witzig-fantastischen Abenteuer seines Avatars erzählt. Seine Affinität zu Games und sein pointierter Strich machen ihn zum perfekten Zeichner für „Das Überleben der Spezies“, in dem die Weltwirtschaft angelehnt an Monopoly erklärt wird.

Der Übersetzer
Marcel Le Comte ist seit frühester Jugend Comic-Enthusiast. Er war als Lektor für den Carlsen Verlag tätig, bevor er sich 1996 als Übersetzer und Redakteur selbstständig machte. Bislang hat er über 200 Comic-Alben und Graphic Novels aus dem Englischen und Französischen übersetzt.

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Nicht ohne meine Schürze – Vom Essen und Trinken

Guillaume Long kommt Mitte November 2014 nach Berlin, Hamburg und München und stellt sein Buch vor!

Buch Cover Guillaume Long Nicht ohne meine Schuerze Vom Essen und TrinkenNicht ohne meine Schürze – Vom Essen und Trinken
von Guillaume Long
ISBN 978-3-551-78589-3
128 Seiten, farbig, Klappenbroschur
24,90 Euro
Erscheint am 28. Oktober 2014
Carlsen Verlag

Guillaume Long ist Hobbykoch, Blogger und Genussmensch. Für die französische Zeitung Le Monde schreibt er den überaus erfolgreichen Blog „Über Trinken und Essen“. In seinem zweiten Comic-Kochbuch „Nicht ohne meine Schürze“ stellt er sich nun die folgenden Fragen: Wie kocht man einen Hasen in Bier? Wie macht man Lauch-Makis und wie die perfekten Canelloni? Und wie bestellt man eigentlich Kaffee in Paris? Das sind existentielle Fragen für jeden Gastrokritiker, der sich, so wie Guillaume Long, mit omnipräsentem Humor auf Entdeckungsreise durch die Alltagsküche macht. Großzügig teilt er nicht nur seine liebsten Rezepte mit dem Leser, sondern auch peinvolle Erfahrungen beim Entwickeln derselben. Das gezeichnete Tagebuch des leidenschaftlichen Hobbykochs ist ebenso lustig wie lehrreich.

Der Autor:
Guillaume Long wurde am 3. September 1977 in Genf geboren. Er studierte visuelle Kommunikation und arbeitet seit seinem Abschluss 2002 als Illustrator und Comiczeichner. 2003 gewann er den renommierten Töpffer-Preis der Stadt Genf. Er ist begeisterter Hobbykoch und in Frankreich durch seinen Blog „Über Trinken und Essen“ bekannt geworden, den er auf der Seite der Tageszeitung Le Monde betreibt. Neben Comics hat Guillaume auch zahlreiche Kinderbücher veröffentlicht, u.a. die schräge Superheldenpersiflage „Schnullermän“, die 2013 auf Deutsch bei Klett erschien.

Auszug aus einem Interview mit Guillaume Long:
Wie ist die Idee zu „À boire et à manger“, dem kulinarischen Comic-Blog auf der Website der französischen Zeitung Le Monde, entstanden?
„Ich liebe essen und trinken! Ich wollte etwas zum Thema Gastronomie machen, aber ich wusste nicht recht, wie ich es angehen sollte. Ich hatte das Projekt schon länger im Kopf. Eigentlich wollte ich schon ein Buch daraus machen, bevor es ein Blog wurde. 2009 erfuhr ich dann, dass bei Le Monde eine neue Rubrik mit dem Thema Gastronomie entstehen sollte. Ich habe es gewagt und ein paar Comics eingeschickt. Seither poste ich ein- bis zweimal pro Woche, und der Blog hat etwa 10.000 Besucher pro Tag. Aus „À boire et à manger“ wurden dann die Comic-Alben „Kann denn Kochen Sünde sein?“ (Carlsen Verlag) und „Nicht ohne meine Schürze“ … Die zwei Bücher sind eine Mischung aus Küchenthemen, Rezepten und autobiografischen Elementen. Ein Sammelsurium. Aber ich erfinde keine Rezepte, denn das steht mir nicht zu. Meine Comics sind kleine, abgeschlossenen Bildergeschichten über drei oder vier Seiten. Früher verkaufte ich von meinen Alben etwa 5.000 Exemplare. Mit „Kann den Kochen Sünde sein?“ haben wir in Frankreich schon die 10.000 überschritten. Man spürt ganz deutlich, dass im Moment eine große Begeisterung für das Thema  Küche herrscht.“

Ermöglicht das Medium Comics einen entspannteren Zugang zur Küche?
„Ich weiß nicht, ob das dem Comic zu verdanken ist. Bei meiner Arbeit ist mir ist die Nähe zu den Lesern wichtig. Man muss kein Starkoch sein, um über das Kochen sprechen zu können. Genau das versuche ich mit meinem Blog zu zeigen: Jeder kann etwas Gutes kochen. Kochbücher haben immer wunderschöne Fotos, aber man kann ihnen niemals gerecht werden. Ich hingegen versuche Anleitungen zu geben, ohne die Leute zu überfordern. Jeder kann ganz leicht etwas kochen.“

Beim Kochen geht es um Ästhetik, aber vor allem um den Geschmack und Geruch. Wie kann man das in Bildern ausdrücken?
„Man kann die Geräusche der Töpfe oder des Bratens darstellen, und es gibt jede Menge visuelle Hilfsmittel wie zum Beispiel den Dampf. Es reicht, etwas Appetitliches zu zeichnen, um die Vorstellung hervorzurufen, es zu essen. Bewegung ist ebenfalls wichtig. Wenn man jemanden etwas umrühren oder schneiden sieht, erinnert das an den Geschmack und den Geruch.“

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Aus dem Leben einer jungen Frau im Jemen

„Ich hatte vor, meine Erfahrungen im Jemen in ein Comicskript einzubringen.
Dass ich letztlich über die Frauenwelt schrieb, war unvermeidlich. Sie war einfach
viel interessanter als die der Männer.“ Pedro Riera

Buch Cover Pedro Riera Nacho Casanova Intisars AutoPedro Riera & Nacho Casanova
Intisars Auto
Aus dem Leben einer jungen Frau im Jemen
ISBN 978-3-7704-5510-2
Klappenbroschur, 224 Seiten, zweifarbig, Euro 19,99 [D]
Erscheint am 6. November 2014
Egmont Graphic Novel

Intisar tritt gerne aufs Gaspedal und hört dabei laut Rihanna. Sie ist Ärztin und arbeitet in einem Krankenhaus in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen. Ihr alter Toyota Corolla bedeutet für sie ein Stück Freiheit und Gleichberechtigung. Denn eine Frau am Steuer, das ist im Jemen nichts Alltägliches. Ihr Vater darf nicht wissen, dass sie einen Führerschein hat. Mit Witz und Raffinesse unterwandert sie die etablierten Strukturen ihres Heimatlandes und kämpft darum, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Pedro Riera entwirft in Intisars Auto ein lebendiges Bild des modernen Jemen, beschrieben aus Sicht einer jungen Frau, die sich nicht anpassen will.

„Intisars Auto kommt ernsthaft, aber nicht ohne Humor daher. Die Geschichte lässt uns in eine komplexe Gesellschaft eintauchen, über die man nur wenig weiß. Erreicht wird das durch die Nähe zu den Frauen, die im Zuge der Unterdrückung einen immensen Scharfsinn an den Tag legen müssen.“ Jury Prix France Info 2013

Der Autor
Pedro Riera wurde 1965 in Barcelona geboren. 1997 zog er nach Bosnien, wo er zwei Jahre lang als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor für eine internationale Organisation tätig war. Seitdem arbeitet er als Schriftsteller und hat zahlreiche Romane veröffentlicht. Ein Jahr lang lebte er zusammen mit seiner Frau im Jemen. In dieser Zeit sammelte er Geschichten aus dem Alltag jemenitischer Frauen und komponierte daraus eine leicht zu lesende, hochaktuelle Graphic Novel.

Der Zeichner
Nacho Casanova wurde 1972 in Zaragoza geboren. Er liebt es, so zu zeichnen, als wäre es das allererste Mal.

Der Übersetzer
André Höchemer stammt aus einem kleinen Ort in Hessen und lebt seit über zehn Jahren im spanischen Valencia. Er ist freiberuflich als Übersetzer, Dolmetscher und Journalist tätig und hat unter anderem Werke von Paco Roca, Antonio Altarriba und Gabi Beltrán übersetzt.

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Der König des Mars

„Horrocks Handlung und Imagination scheinen frei und direkt aus einer Urquelle zu fließen. Wenn man sich je gewünscht hätte, Hergé hätte Comics für Erwachsene gemacht, hier wäre der Wunsch mehr als erfüllt.“ Alison Bechdel

Buch Cover Dylan Horrocks Sam Zabel in Der Koenig des MarsDylan Horrocks
Sam Zabel in: Der König des Mars
ISBN 978-3-7704-5513-3
Klappenbroschur, 208 Seiten, vierfarbig, Euro 19,99 [D]
Erscheint am 6. November 2014
Egmont Graphic Novel

Weil er ihm verhasste Superhelden-Comics zeichnen muss, stürzt Cartoonist Sam Zabel in den Alptraum einer Zeichen-Blockade. Eines Tages findet er ein mysteriöses altes Comicheft, das auf dem Mars spielt, und plötzlich steht seine Welt Kopf: Sam blättert fasziniert durch das Heft und findet sich plötzlich auf dem roten Planeten wieder. Ein Mädchen mit Raketenstiefeln taucht auf und fliegt mit Sam in eine tiefe Felsspalte. Dort, unter der Marsoberfläche, existiert eine Zivilisation, die Sam prompt zu ihrem Herrscher ernennt. Als König verfügt er über einen Harem: eine Heerschar grünhäutiger Frauen, die mit ihm schlafen will. Aber darf Sam sich dieser Fantasie hingeben? Schließlich ist er verheiratet … In seiner ersten Graphic Novel nach seinem modernen Klassiker Hicksville erforscht Dylan Horrocks auf witzige, erotische und geistreiche Weise die vergnüglichen, gefährlichen und moralischen Konsequenzen der Fantasie.

Der Autor
Dylan Horrocks wurde 1966 in Auckland in Neuseeland geboren. Er zeichnete für diverse Magazine und ist heute Autor für die Serie
Batgirl von DC Comics. Seine erste Graphic Novel Hicksville erschien 1998 bei Black Eye Comics. Er behauptet hartnäckig, seine erstenWorte seien „Donald Duck“ gewesen.

Der Übersetzer
Volker Zimmermann übersetzt Comics, Graphic Novels und Belletristik aus dem Englischen und Französischen. Er lebt seit 2004 in Paris und ist dort in der Comicszene tätig, unter anderem als Mitherausgeber des Fanzines Papier Gaché und als Organisator des FANZINES!-Festival.

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Depressionen, Michelangelo & ich

„Lustig und erschütternd zugleich … Forneys scharfsinnige, lebendige Erzählkunst macht diese Geschichte frech und unterhaltsam.“ Publisher’s Weekly

Buch Cover Ellen Forney Meine Tassen im SchrankEllen Forney
Meine Tassen im Schrank
Depressionen, Michelangelo & ich
ISBN 978-3-7704-5511-9
Klappenbroschur, 256 Seiten, schwarzweiß, Euro 19,99 [D]
Erscheint am 2. Oktober 2014
Egmont Graphic Novel

Ellen Forney ist eine junge, lebenslustige Künstlerin. Sie treibt viel Sport, sprüht vor Kreativität, schläft wenig und arbeitet wie eine Verrückte. Meistens. Manchmal ist sie so schwermütig, dass sie es kaum aus dem Bett schafft. Als ihre Therapeutin ihr eröffnet, dass bei ihr eine bipolare Störung vorliegt, beginnt für sie eine Reise in ihre eigene Psyche, zum Kern ihres Selbst. Manisch-depressiv? Was bedeutet das eigentlich? Ellen Forney steht plötzlich der grundlegenden Frage gegenüber, wer sie wirklich ist – und muss lernen, sich selbst kritisch über die Schulter zu gucken.

Die Autorin
Ellen Forney gewann 2012 den Genius Award in der Rubrik Literatur, der von Seattles StadtmagazinThe Stranger verliehen wird. Zusammen mit Sherman Alexie arbeitete sie an dem RomanThe Absolutely True Diary of a Part-Time Indian, der mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde. Außerdem schuf sie die beiden ComicsI Love Led Zeppelin undMonkey Food, die beide für einen Eisner Award nominiert wurden. Seit 2002 unterrichtet sie am Cornish College of the Arts. Sie wuchs in Philadelphia auf und lebt seit 1989 in Seattle. Ellen schwimmt gerne, macht Yoga und repariert kaputtes Zeug mit Gummibändern und Büroklammern.

Auzug aus einem Interview mit Ellen Forney:

Zu Beginn von „Meine Tassen im Schrank“ erfahren Sie von Ihrer Psychiaterin, dass Sie eine bipolare Störung haben. Wann war das?
Ellen Forney: Die Geschichte setzt im Jahr 1998 ein, also kurz bevor ich 30 Jahre alt wurde. Zu diesem Zeitpunkt erhielt ich die Diagnose. Von da an zeigt die Geschichte die nächsten vier Jahre. Das Ende ist dann ziemlich im „Jetzt“.

Haben Sie „Meine Tassen im Schrank“ während dieser vier Jahre gezeichnet? Oder erst danach?
Ellen Forney: Ich habe etliche Sachen in die Graphic Novel eingefügt, die in dieser Zeit entstanden sind, vor allem Zeichnungen aus meinem Sketchbook während der depressiven und der manischen Phasen. Und Zeichnungen und Textausschnitte aus meinen Tagebüchern. Es war mir wichtig, dass ich nicht einfach nur meine Geschichte nacherzähle und meine Erfahrungen wiedergebe, sondern dass auch dokumentierendes Material einfließt. Kunst ermöglicht es, Gefühle auf anschauliche Weise zu zeigen. Die Zeichnungen und Texte stammen aus den Zeiten, als ich mittendrin in diesen Stürmen war. Sie sind so etwas Ähnliches wie Fotos aus dem Inneren eines Tornados. Es ist eine Sache, so etwas im Nachhinein zu reproduzieren. Etwas zu haben, das aus dieser Zeit stammt und aus dem Bauch heraus entstanden ist, das ist etwas ganz anderes.

Um die Metapher aufzugreifen … Konnten Sie den Sturm sehen, als Sie mittendrin waren?
Ellen Forney: Oh, der Sturm ist verwirrend! Das Zeichnen hat mir geholfen auszudrücken, wie es sich anfühlt, vollkommen überwältigt zu werden. Und das gleichzeitig zu erkennen und daraus auszusteigen. Um noch einmal auf die Analogie mit dem Tornado zurückzukommen: Es ist leichter, sich hinzusetzen und ein Foto des Sturms zu analysieren als den Tornado selbst. Schon allein das Hinsetzen und Zeichnen hatte etwas Tröstliches.

Die Übersetzerin
Johanna Wais hat Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert. Sie übersetzt Biografien, Romane und Sachbücher aus dem Englischen und Spanischen.

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Die Lieblingsbücher von… Gregor Gysi

In der Veranstaltungsreihe „Die Lieblingsbücher von…“ stellt als nächster Gregor Gysi seine Favoriten vor.
Interessante Persönlichkeitengewähren monatlich Einblick in ihre literarische Biographie, indem sie ihre Lieblingsbücher vorstellen, darüber sprechen, wie diese Bücher zu Lieblingsbüchern wurden, und eine Passage daraus lesen.

Im September mit Gregor Gysi
Datum: Montag, den 22. September 2014
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Eintritt: 7 Euro (Wein und Wasser inklusive)
Ort: Buchhandlung Uslar & Rai
Schönhauser Allee 43
10435 Berlin

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Hotel Hades – Buchpremiere von Katharina Greve

Buch Cover Katharina Greve Hotel HadesDatum: Freitag, den 5. September 2014
Zeit: 20:30 Uhr
Bebilderte Lesung und Gespräch
Moderation: Sarah Schmidt
Musik: Corinne Douarre
Eintritt: 3 Euro
Ort: Z-Bar (http://www.z-bar.de), Bergstraße 2, 10115 Berlin
Das Buch erscheint am 5. September 2014 bei Egmont Graphic Novel

Hotel Hades
Als Imbissbudenbesitzer Peter, die Schriftstellerin Martha und ihr Geliebter Florian gleichzeitig erschossen werden, beginnt für sie eine seltsame Reise. Sie schippern in ein bürokratisches Totenreich, das zu einer Mega-City angewachsen ist. Doch während Peter sein Glück in der Hades-Küche findet, muss Martha büßen, obwohl sie einst ein VIP-Ticket für das Paradies löste. Diesen Betrug im Elysion kann Peter nicht mit ansehen. Er versucht, sie zu retten…
In ihrer dritten Graphic Novel spinnt Katharina Greve mit viel Humor die antike Vorstellung des Totenreichs weiter. Ihre Seitenhiebe auf das moderne Leben und Sterben treffen die grausamen Repräsentanten der Weltgeschichte ebenso wie vermeintliche Lichtgestalten.

Selbstportrait Katharina GreveKatharina Greve wurde 1972 geboren und hat Architektur an der TU Berlin studiert. Ihre Comics schwanken zwischen humorvoller Skurrilität und kritischer Satire und sind in der FAZ, im Tagesspiegel und in der Titanic erschienen. Hotel Hades ist Katharina Greves dritte Graphic Novel. Für ihr Comic-Debüt Ein Mann geht an die Decke erhielt sie 2010 den ICOM Independent-Comic-Preis für „Herausragendes Artwork“. Im selben Jahr wurde sie mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet und 2013 mit dem Sondermann-Förderpreis für Komische Kunst.

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