Ideologie und Irrtum. Die Roten Khmer und die Linke

Akademie Gespraech Ideologie und Irrtum Die Roten Khmer und die Linke56. Akademie-Gespräch
Ideologie und Irrtum. Die Roten Khmer und die Linke
24. Januar 2015, 17 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Bettina Huber im Gespräch mit Gerd Koenen, Nico Mesterharm, Hannes Riemann, Michael Sontheimer und Klaus Staeck

Am 17. April 2015 jährt sich der Sieg der Roten Khmer in Kambodscha zum 40. Mal. Am Tag, an dem Pol Pots ultra-kommunistische Schergen die Hauptstadt Phnom Penh einnahmen, ahnten nur wenige, dass dies der Beginn einer der größten menschlichen Tragödien des letzten Jahrhunderts sein würde. Dem Genozid in den Jahren 1975-79 fielen ungefähr 1,7 Millionen Menschen zum Opfer, etwa 21 Prozent der damaligen Bevölkerung. Der anschließende Bürgerkrieg dauerte bis Ende der 1990er-Jahre und machte das südostasiatische Königreich am Mekong zu einem der ärmsten Länder der Erde. Erst 2007 begann der von den Vereinten Nationen mitgetragene Kriegsverbrecherprozess. Nur langsam erholt sich Kambodscha demografisch und ökonomisch.
Das 56. Akademie-Gespräch behandelt die Rezeption der Roten Khmer in Deutschland in den 1970er Jahren und heute. Die Diskussionsrunde findet anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Die Roten Khmer und die Folgen. Dokumentation als künstlerische Erinnerungsarbeit“ statt, die mit ausgewählten Positionen die traumatischen Ereignisse der jüngsten Geschichte Kambodschas reflektiert.

Es diskutieren:
Gerd Koenen, Publizist und Kommunismusforscher
Nico Mesterharm, Filmemacher und Gründer des Meta House in Phnom Penh
Hannes Riemann, Historiker und Spezialist für die Rezeption der Roten Khmer in der DDR
Michael Sontheimer, SPIEGEL-Journalist und Historiker
Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste
Bettina Huber, Akademie der Künste (Moderation)

Weitere Infos:
http://www.adk.de/de/programm/aktuell/index.htm?we_objectID=34013