Die erste Graphic Novel von Scott McCloud

„Der Bildhauer“, die erste Graphic Novel von Scott McCloud erscheint im März 2015!

Buch Cover Scott McCloud Der BildhauerScott McCloud „Der Bildhauer“
ISBN 978-3-551-78840-5
Hardcover. zweifarbig, 512 Seiten
Preis D: 34,99 Euro / A: 36,00 Euro / CH: 48,90 sFr
Erscheint am 12.03.2015
im Carlsen Verlag

David Smith ist Bildhauer. Talentiert, aber nicht berühmt. Deshalb nimmt er auch allzu gerne das faustische Angebot an, jede Skulptur, die er sich vorstellen kann, mit seinen Händen erschaffen zu können, ganz gleich aus welchen Materialien. Auch wenn der Preis für diese Kunst sein Leben ist. Doch David hat dabei zwei Dinge nicht bedacht: Die Schwierigkeit ein Kunstwerk für die Ewigkeit zu erschaffen und … die Liebe. Er hat nur 200 Tage um beidem gerecht zu werden.
Es gibt nur wenige moderne Comicschöpfer, die so großen Einfluss auf die künstlerische Konstruktion von Comics hatten wie der Amerikaner Scott McCloud. Nach seinen berühmten Standardwerken über Comics („Comics richtig lesen“, „Comis neu erfinden“ und „Comics machen“) hat er nun endlich seine erste große Graphic Novel geschrieben. Auf fast 500 Seiten nimmt er den Leser mit auf eine einzigartige Reise durch die Kunstwelt und die Seele eines Künstlers. Mit jedem Panel beweist McCloud seine große Fähigkeit, mit Bildern erzählen zu können.
„I’ve wanted to tell the story of THE SCULPTOR since before writing UNDERSTANDING COMICS, and the book’s creation has turned into an incredible learning experience for me and, I hope, an exciting reading experience for comics-lovers. It took me five years to write and draw, and I promise I used every single minute to make it the best book I can.“ Scott McCloud über die Entstehungsgeschichte von „Der Bildhauer“ (im Original „The Sculptor“)

Scott McCloud
Der in Kalifornien lebende Autor und Cartoonist Scott McCloud wurde 1960 in Boston, Massachusetts, geboren. Nach seinem Collegeabschluss ging er nach New York und fing 1982 bei dem Comicverleger DC Comics im Production Department an. In seiner Freizeit entwickelte er seine erste eigene Superheldenserie „Zot“, die ihm 1985 den Russ Manning Award als vielversprechendster Newcomer einbrachte.
McCloud gilt als einer der führenden Comictheoretiker. Sein Werk „Comics richtig lesen“ (1993) ist eine Analyse des Mediums Comic, welches die Vielseitigkeit und Tiefgründigkeit dieser Kunstform zu porträtieren versucht. Mithilfe einer autobiografischen Comicfigur führt McCloud den Leser in Form eines fortlaufenden Comics durch das Buch und gibt einen Überblick über die Geschichte, Sprache und die Darstellungsformen von Comics. Seine praktische Herangehensweise, ein theoretisches Werk nicht nur mit einzelnen Beispielen zu unterstützen, sondern es vollständig in der untersuchten Form zu verfassen, machte dieses Werk so bedeutend und brachte ihm Lob von namhaften Comic- und Graphic-Novel-Autoren wie Art Spiegelman, Will Eisner, Neil Gaiman und Garry Trudeau ein.
2000 folgte „Comics neu erfinden“, welches sich noch stärker mit den formalen Aspekten aus „Comics richtig lesen“ auseinandersetzt und zusätzlich das Potenzial des digitalen Zeitalters für die Comicbranche beleuchtet. Den vorläufigen Abschluss bildete 2006 „Comics machen“ ein praktisch orientierter Wegweiser zum Verfassen von Comics und Graphic Novels.
McCloud ist außerdem der Erfinder des 24-Stunden-Comics, eines Comics, der 24 Seiten umfasst und innerhalb von 24 Stunden komplett fertiggestellt werden muss. Ursprünglich als kreativer Wettstreit gedacht, stellen sich dieser Herausforderung inzwischen jährlich zahlreiche Comicautoren weltweit. McCloud gilt zudem als einer der ersten Comicautoren, die das Potenzial des Internets als Medium für den Comic entdeckten. Er selbst verfasst bereits seit Ende der neunziger Jahre digitale Comics, bei denen er lediglich den Entwurf auf Papier zeichnet und anschließend alles weitere digital bearbeitet.
Sein aktuelles Werk produzierte er ausschließlich digital. Er verzichtete dabei fast vollständig auf die Verwendung von herkömmlichen Materialien. Sein bekanntester Webcomic ist eine Einführung zu Googles Open Source Browser Chrome, die die Eigenschaften des neuen Browsers der Öffentlichkeit vorstellen sollte.
Neben seiner kreativen Arbeit ist McCloud Dozent für digitale Medien am M.I.T. Media Lab und der Smithsonian Institution. Seine Bücher, die zu den Standardwerken der Comicforschung zählen, wurden in 16 Sprachen übersetzt. Scott McCloud lebt mit seiner Familie im US-Bundesstaat New England.

Scott McCloud im März 2015 zu Gast in Deutschland:

Termine in Berlin:

Mittwoch, 11.03.2015, 20:00 Uhr
Scott McCloud präsentiert „THE SCULPTOR“ / „DER BILDHAUER“
In Kooperation mit dem ilb
Moderation: Jens Balzer (Berliner Zeitung)
Haus der Berliner Festspiele – Seitenbühne
Schaperstraße 24, 10719 Berlin
In englischer Sprache
Eintritt: Euro 12 / 8 / 4

Donnerstag, 12.03.2015, 9:00 Uhr
Scott McCloud präsentiert „THE SCULPTOR“ / „DER BILDHAUER“
In Kooperation mit dem ilb

Haus der Berliner Festspiele – Seitenbühne
Schaperstraße 24, 10719 Berlin
Moderation: Jens Balzer (Berliner Zeitung)
In englischer Sprache
Eintritt: Euro 12 / 8 / 4

Termine in Leipzig:

Donnerstag, 12.03.2015 und Freitag, 13.03.2015:
Zu Gast auf der Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 12.03.2015, 20 Uhr
Scott McCloud präsentiert „DER BILDHAUER“
Moderation: Christian Schlüter (Berliner Zeitung)
GFZK Gallery for Contemporary Art Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11. D–04107 Leipzig
In englischer Sprache