„Ardalén“ von Miguelanxo Prado

„Ardalén“ von Miguelanxo Prado – ausgezeichnet mit dem „Salon del Comic Barcelona 2013“ als bester spanischer Comic.

Cover ArdalenMiguelanxo Prado
Ardalén
ISBN 978-3-7704-3695-8
Gebunden, 256 Seiten, vierfarbig, € 29,99 [D]
Erscheint am 9. August 2013 bei Egmont Graphic Novel

„Erinnerungen… kommen und gehen und ich kann sie nicht einordnen… Namen und Gesichter werden austauschbar in meinem Kopf… es ist, als ob das Buch des Lebens durcheinandergekommen wäre, und ich hätte nur eine Handvoll Seiten, die ich nicht mehr in Ordnung bringen kann.“ Aus: Ardalén

Prados erste Graphic Novel handelt vom Erinnern. Erinnerung als Essenz unserer Existenz, als Wahrnehmung unseres eigenen Lebens. Die junge Sabela versucht in ihrem Heimatdorf ihrer eigenen Geschichte auf die Spur zu kommen. Sie möchte, mithilfe der Erinnerungen des Dorfbewohners Fidel einen Teil ihrer Familiengeschichte rekonstruieren. Jedoch gibt es immer mehr Gedächtnisstränge, Personen und Erinnerungen, die sich
in diesem Prozess miteinander verspinnen. Denn schließlich ist der Mensch auch immer das, woran sich andere erinnern. Und in diesen Erinnerungen gibt es viel Liebe, aber auch Neid und Hass. Erinnerungen können daher auch gefährlich sein…
Die eindrückliche Maltechnik Prados wird durch Landkarten, Notizzettel, Buch-Auszüge oder offizielle Dokumente ergänzt.

Der Autor
Miguelanxo Prado
Zum Comic kommt der 1958 geborene Galizier Miguelanxo Prado über die Architektur. In den 70er Jahren veröffentlicht er erste professionelle Geschichten in galizischen Magazinen und zieht 1980 schließlich nach Barcelona – der Metropole des internationalen Comics – um dort Zero herauszugeben, ein Magazin mit Comics aussichtsreicher katalanischer Nachwuchszeichner.
Schon bald folgen erste Alben, in denen er sich zunehmend sozialkritisch den Routinen des Alltags widmet. Der Künstler wird dafür mit Preisen und Auszeichnungen geadelt – darunter 1990 mit dem renommierten Erlanger Max-und-Moritz-Preis.
Prados Illustrationen zur literarischen Umsetzung von Sergej Prokofjews Peter und der Wolf, seine Titelzeichnungen und Illustrationen für Kinderbücher und schließlich die Animations-Arbeit für Dream-works (Men in Black) lassen die Bandbreite seiner künstlerischen Möglichkeiten erahnen.